Projekt Migration

 

„Der Geburtsort ist keine Leistung“

Mit diesem Verständnis können wir die verschiedenen Gruppen in unserer Gesellschaft sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede genauer betrachten:

Welche Gruppen gibt es? Was wissen wir über sie? Worin ähneln oder unterscheiden wir uns? Sind alle wirklich gleichberechtigt?

Welche Hautfarbe wir haben, wie wir etwas aussprechen, was wir glauben oder was wir essen, das alles ist natürlich wichtig für uns. Aber das muss uns nicht voneinander trennen. Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung geht darüber hinaus, alle Gruppen nur willkommen zu heißen. Sie befähigt uns dazu, Einseitigkeiten, Stereotypen und Vorurteile anzugehen und jedem Jugendlichen und seiner Familie mit Respekt und Anteilnahme zu begegnen.

Wir dürfen es nicht zulassen, dass Hetze gegen Minderheiten Einzug in die Politik bekommt. Wir dürfen und wollen keine Politik gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen und daher machen wir uns lautstark gegen alle menschenverachtenden Parteien stark und kämpfen dafür, dass auch nach 72 Jahren eine Nation bleibt, in der alle, wirklich alle Menschen leben können.

Wir Jusos setzen uns für mehr Aufklärung ein. Die Gesellschaft ist in der Pflicht, Versäumnisse in Sachen Integration wieder gut zu machen und durch Aufklärung Menschen zueinander zu bringen. Wir stehen dafür ein, dass Kommunen nicht alleine gelassen werden und die Verwaltung nachhaltige Projekte in Sachen Integration und Inklusion fördert.

Im kommenden Jahr wollen wir uns damit auseinandersetzen, welche Konzepte es gibt und wie man sie umsetzen kann. Zum einen möchten wir uns mit der institutionellen Repräsentation von Musliminnen und Muslimen in unserer Gesellschaft auseinandersetzen. Denn wir glauben nicht, dass die derzeitige Zusammenarbeit beispielsweise mit der DITIB oder Schura der richtige Weg ist. Diese Strukturen sprechen nicht für alle Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft. Dieser Problematik und weiteren wollen wir uns im nächsten Jahr nähern.